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Interessante Idee

Zudem lassen sich die Mobiltelefone mit ihren zahlreichen Funktionen vielfältig in den Schulunterricht einbinden, indem man etwa Videos über Versuche für den Unterricht in naturwissenschaftlichen Fächern dreht oder die korrekte Aussprache von Wörtern im Sprachenunterricht prüft.

aus der NZZ

Ich liebe doch alle Menschen…

Sein Parteikollege Armin Schuster [CDU] fügte die Botschaft an die Öffentlichkeit an: “Wir handeln nicht gegen, sondern für Sie.”

Heise: Staatstrojaner sorgen für Schlagabtausch im Bundestag

Polizeistaat?

“Das Land wird von Sicherheitsbehörden geleitet (…) es wird regiert von Sicherheitsbeamten”

Dabei war die Ende der Rede von Hans-Peter Uhl in meinen Augen gar nicht das Entlarvendste, sondern seine Aussagen zur Internetkriminalität. Da wurde der Einsatz von Trojanern nämlich erneut unter Hinweis auf Betrugsfälle gerechtfertigt, die nichts mit Terrorismus, Gefahr für Leib und Leben oder dergleichen zu tun haben.
Das erinnert mich alles sehr an die alte Rede von Merkel aus dem Jahr 2007, die für Kameraüberwachung gegen Indrittereihepaker ist.

Siri oder Nichtsiri

Siri, die neue Spracherkennung von iOS5 in Verbindung mit dem iPhone 4S hat einige interessante Probleme:
So kennt Siri zwar bestimmte Produktnamen aus dem Hause Apple, wie zum Beispiel das iPhone oder das MacBook Pro – andere kennt Siri jedoch überraschenderweise nicht. Als aller erstes “iPad” als auch der Begriff “Podcast” findet sich offensichtlich nicht in der Datenbank. Letzteres ist vor allem deshalb ärgerlich, weil es so nicht möglich ist, über die Sprachsteuerung einen “Pott Kaarst” (wie Siri erkannt zu haben meint) abspielen zu lassen. Schade.

Homo homini democraticus

Stefan Schulz in der FAZ meint Lasst sie nur machen:

Welches Bild haben die Politiker der Piratenpartei eigentlich vom Bürger? Der homo democraticus, der der Partei in ihrem Wahlprogramm vorschwebt, verfügt über ein enormes Zeitvermögen, interessiert sich für jeden Aspekt der Politik, und ihm steht der Sinn nach sozialer Verantwortung und abstraktem Engagement. Das ist wünschenswert und ebenso unrealistisch.

Der sog. homo democraticus will sich natürlich nicht für alle Aspekte interessieren. Ich möchte mich gar nicht zu allem äußern und an jeder Entscheidung aktiv partizipieren. Aber ich möchte die Möglichkeit haben, mich einzubringen, wenn mir ein Thema am Herzen liegt oder mich ganz konkret betrifft und zwar jenseits von Parteien, Petitionsausschüssen und Briefen an “meinen” Abgeordneten. Ich sehe auch keinen Grund, weshalb erfolgreiche Politik nicht mit Bürgern für Bürger gemacht werden kann. Der Autor konstruiert hier einen Widerspruch, den ich so nicht zu sehen vermag.
“Politische Theorien” sind ebenso Wandel und Moden unterworfen, wie andere Theorien auch. Es mag sein, daß momentan eher deskriptive Theorien en vogue sind, was aber nicht bedeutet, daß eine Rückkehr des Normativen ausgeschlossen ist. Ich habe den Eindruck, zur Zeit herrscht eher ein Zuviel an Pragmatismus, der den Blick auf das Gesamte verstellt. Und wenn die Politik ständig auf die “Alternativlosigkeit” ihres Handelns verweist, ist die Policy natürlich besser mit den so bezeichneten “modernen” Theorien zu beschreiben.
Zuletzt noch ein Zitat von Jürgen Habermas:
“Eine demokratische Wahl ist nicht dazu da, ein naturwüchsiges Meinungsspektrum bloß abzubilden; vielmehr soll sie das Ergebnis eines öffentlichen Prozesses der Meinungsbildung wiedergeben.”